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"Helles, gelbes Licht erfüllt den kleinen Ausstellungsraum. Sakrale Stimmung kommt auf. Am sonnenbeschienenem Fenster hängen Kirchenfenstern gleich drei Bahnen aus hauchdünnen Kunststoffolien. Zu sehen sind die neuen Arbeiten von Sabine Rehlich in der Galerie Kunst und Form, Folkwangstraße 1.
Die drei lichtdurchlässigen Folien sind an einer Vorhangschiene befestigt und können bewegt werden. Auf sie hat die Künstlerin rote und schwarze Buchstabenfragmente aufgelegt. Durch Spiegelungen, Überlagerungen und positiv-negative Verfremdungen der Schrift wirken die Buchstaben wie geheimnisvolle Zeichen.
Übereinander gelegt, ist das Wort Foliant, großes Blatt, zu entziffern. Gleichzeitig tauchen durch die künstlerischen Eingriffe arabische, hebräische, kyrillische und asiatische Schriftzeichen auf. Das lateinische Wort wird in verschiedene Weltsprachen zerlegt."
Justinus Maria Calleen
aus WAZ, 1994
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